Umweltbildung zur Tideelbe für die Klassen 5 - 13

Die "ElbForscher"

Als „Die ElbForscher“ können sich Schulklassen mit der Ökologie der Tideelbe, den Einflüssen des Menschen auf die Elbe und der Verschmutzung von Gewässern durch Plastik auseinandersetzen.

Mit der Tideelbe liegt ein einzigartiger Lebensraum direkt vor unserer Haustür. Das Umweltbildungsprojekt „Die ElbForscher“ bietet Schulklassen handlungsorientierte Module über dieses Ökosystem mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten für die verschiedenen Altersstufen. Im Sinn einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) werden unterschiedliche Perspektiven genutzt und Methoden zur Förderung der Gestaltungskompetenz eingesetzt.

Kinder der Klassen 5 und 6 erwerben in einer Strandrallye ein erstes Bild vom Lebensraum unter Ebbe und Flut. Die Jahrgänge 7 bis 9 beleuchten in der Schule mit abwechslungsreichen Aktionen den Weg von Plastik vom Einkaufskorb über die Elbe in die Ozeane. Schüler ab Klasse 10, inklusive Berufsschulgruppen, führen an der Elbe gewässerökologische Untersuchungen durch und recherchieren zu verschiedenen Einflüssen der Menschen auf die Elbe.

 

Die ElbForscher-Angebote im Überblick:

1. ElbForscher-Rallye – mit dem FuchsMobil am Elbstrand

Für Schulkinder ab der Orientierungsstufe kommt das FuchsMobil des NABU mit Anschauungsmaterial und Forscher­aus­rüstung an den Elbstrand Wittenbergen (oder nach Absprache). Die Schüler*innen suchen, beobachten, sammeln und spielen über Tiere, Pflanzen und die Tide sowie über Spuren, Werke und Müll der Menschen. Wie geht es der Elbe? Was können wir für die Elbe und ihre Bewohner tun?

 

ElbForscher-Rallye auf einen Blick:

Thema: Lebensraum Tideelbe mit Tieren und Pflanzen, Müll in Gewässern

Jahreszeit: April - Oktober

Dauer: ca. 2 Stunden

Ort: Elbstrand beim ElbeCamp Wittenbergen (oder nach Absprache)

Altersgruppe: Klassen 5 + 6

Preis: 5 € pro Kind (Mindestbetrag 100 €), für KESS 1+2 – Schulen können die Kosten um die Hälfte ermäßigt werden


2. Plastik in Gewässern – Aktionen in der Schule

Die Jugendlichen erwerben spielerisch und durch eigenes Handeln Hintergrundwissen und lernen dabei, ihr Konsumverhalten zu hinterfragen.

Module á 2 Schulstunden, buchbar einzeln, als Veranstaltungsreihe oder als Projekttag zu 6 Schulstunden.

 

Modul 1: Mikroplastik im Waschbecken und in der Nahrungskette

Mikroplastik wird in Kosmetik, Pflegeprodukten und Reinigungsmitteln eingesetzt. Mikroplastik entsteht im Lauf von Jahrhunderten aus allem Plastikmüll, der unkontrolliert in die Landschaft und in die Gewässer gelangt. Schon heute findet man es kilometertief in pazifischen Gräben und hoch im Himalaya. Die Schüler*innen filtern alltäglich verwendete Produkte auf Mikroplastik, überprüfen die Produkte mittels einer App auf Kunststoffe und stellen mikroplastikfreie Naturkosmetik selbst her.

 

Modul 2: „Im Fischernetz“ - ein Planspiel zu Fischhändlern, Verpackungen und den Fischen in der Elbe

In Kleingruppen verwandeln sich die Schüler*innen in Fisch-Unternehmen, die Einweg-, Recycling- oder Mehrweg-Verpackungen nutzen können. Abhängig vom Verpackungsverhalten steigt der Belastungsgrad der Fische in der Elbe. Die Rahmenbedingungen für die Geschäfte ändern sich mit politischen, sozialen und natürlichen Ereignissen. Am Ende droht die Steuernachzahlung im Sinne des Verursacherprinzips. Werden sowohl die Fische als auch die Unternehmen überleben?

 

Modul 3: „Every little piece of plastic manufactured in the past 50 years that made it into the ocean is still out there somewhere” - Plastik in der (Lebens-)Welt

In spielerischen Aktionen erwerben die Schüler*innen einen Überblick über die Produktion und die Verwendung von Kunststoffen sowie über den Weg von Kunststoffmüll in Gewässern und Meeren. In einer Siebdruck-Aktion zum Abschluss werten die Schüler*innen mit attraktiven Motiven von (plastikgefährdeten) Wasserbewohnern T-Shirts oder Stofftaschen auf.

 

Plastik in Gewässern auf einen Blick:

Thema: Plastikmüll in Gewässern, Verpackungsmüll, Einweg und Mehrweg, Konsumverhalten, Mikroplastik, Herstellung eigener Kosmetik

Jahreszeit: ganzjährig

Dauer: 1,5 - 5 Stunden, je nach gewünschtem Themen-Umfang

Ort: Schule

Altersgruppe: Klassen 7-9

Preis: 3-5 € pro Kind (Mindestbetrag 60-100 €), für KESS 1+2 – Schulen können die Kosten um die Hälfte ermäßigt werden


3. Gewässerökologie – Projekttag an der Elbe

Die Schüler*innen ermitteln weitgehend selbständig physikalisch-chemische und biologische Informationen zur Beurteilung der Gewässergüte. Im zweiten Hauptteil lernen sie die Besonderheiten des Ökosystems Elbästuar kennen und erfahren, welche Auswirkungen Industrie und Handel auf die Wasserqualität und die Natur haben. Sie erhalten dazu in Gruppen kleine Materialsammlungen und stellen einander zum Abschluss ihre Ergebnisse vor.

 

Gewässerökologie-Projekttag auf einen Blick:

Thema: Gewässeruntersuchungen, Lebensraum Tideelbe, Schifffahrt, Industrie und Handel, Wasserverschmutzung und Abwasserbehandlung, Plastikmüll in Gewässern

Jahreszeit: ca. April - Oktober

Dauer: 4 Stunden

Ort: Museumshafen Övelgönne (oder nach Absprache)

Altersgruppe: ab Klasse 10, auch für Berufs­schul­gruppen

Preis: 5 € pro Kind (Mindestbetrag 100 €), für KESS 1+2 – Schulen können die Kosten um die Hälfte ermäßigt werden


„Keine Eintagsfliegen“ - Angebote für Projektwochen

 

Foto: HAMBURG WASSER/ Ulrich Perrey
Foto: HAMBURG WASSER/ Ulrich Perrey

Gerne stellen wir für Lehrer*innen und ihre Schulklassen ein Programm mit mehreren Veranstaltungen zu den Themen Tideelbe und Wasserwirtschaft zusammen.

ElbForscher-Aktionen können kombiniert werden mit „Lab in a Drop©“-Veranstaltungen bei unserem Kooperationspartner HAMBURG WASSER, einem Forschertag auf der Grünen Schute im Alsterfleet, dem neuen Umweltbildungsort des Projekts „Lebendige Alster“, und, je nach Jahreszeit und Altersstufe, mit einem praktischen Arbeitseinsatz zur Gewässer-Renaturierung.

 

Nach telefonischer Beratung können wir ein Angebot für Sie zusammenstellen. Bitte melden Sie sich für die Planung einer Projektwoche mindestens sechs Wochen vor Ihrem Wunschtermin.


Ansprechpartner

Alexandra Keil
Projektreferentin "die ElbForscher"
keil@NABU-Hamburg.de

(040) 69 70 89-40


Gefördert durch

Die NAJU Hamburg

NAJU Hamburg (Naturschutzjugend im NABU)

im NABU Deutschland e.V.

Landesgeschäftsstelle

Klaus-Groth-Straße 21

20535 Hamburg

 

Telefon:  040 - 69 70 89 20

 

www.naju-hamburg.de

 

E-Mail: mail@naju-hamburg.de

Die NAJU

NAJU (Naturschutzjugend im NABU)

im NABU Deutschland e.V.

Bundesgeschäftsstelle

Karlplatz 7

10117 Berlin

 

Telefon:  030 - 65 21 37 52 0

Telefax:   030 - 65 21 37 52 99

www.naju.de

 

E-Mail: naju@naju.de

 


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